Berliner Tageszeitung - Erzeugerpreise in der Landwirtschaft im Jahresvergleich erneut stark gestiegen

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Erzeugerpreise in der Landwirtschaft im Jahresvergleich erneut stark gestiegen




Erzeugerpreise in der Landwirtschaft im Jahresvergleich erneut stark gestiegen
Erzeugerpreise in der Landwirtschaft im Jahresvergleich erneut stark gestiegen / Foto: © AFP

Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind im Juni im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag erklärte, betrug das Plus knapp 34 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Mai sank das Preisniveau demnach zwar leicht um 1,9 Prozent, einzelne Produkte wie Milch und Kartoffeln verteuerten sich jedoch weiter.

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Bei pflanzlichen Produkten fiel die Preissteigerung im Jahresvergleich mit 35,7 Prozent etwas höher aus als bei tierischen Produkten (32,8 Prozent). In beiden Produktklassen verlangsamte sich die Verteuerung damit im Vergleich zum Mai leicht.

Bei den Getreidepreisen entspannte sich die Lage etwas: Hier betrug das Plus 59,3 Prozent. Im Mai hatte die Preissteigerung über ein Jahr gesehen noch bei 71,5 Prozent gelegen. Insgesamt war Getreide damit im Juni acht Prozent günstiger als im Mai.

Anders sah es bei Kartoffeln aus. Hier stiegen die Preise im Jahresvergleich um gut 116 Prozent. Im Mai waren die Kartoffelpreise der Erzeuger bereits um gut 111 Prozent gestiegen.

Einen Preisrückgang gab es laut den Statistikern bei Obst: Im Vorjahresvergleich sanken die Preise hier um elf Prozent. So waren unter anderem Äpfel gute 16 Prozent günstiger als noch vor einem Jahr, die Preise für Erdbeeren sanken um 8,5 Prozent.

Bei tierischen Produkten verteuerte sich insbesondere Milch: Die Erzeugerpreise im Juni lagen knapp 45 Prozent über dem Vorjahr, bereits im Mai waren die Milchpreise um 40,4 Prozent gestiegen. Auch die Preise für Eier erhöhten sich im Juni um gute 28 Prozent.

Auch die Erzeugerpreise für Tiere stiegen insbesondere aufgrund erhöhter Energie- und Futterkosten weiter an. Das Plus im Vorjahresvergleich betrug hier 23,5 Prozent im Juni nach knapp 31 Prozent im Mai.

L. Andersson--BTZ