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Ukraine: Die Zeit spielt gegen Poroschenko

Wie lange siegt Putin tatenlos zu
Der Schutz des zivilen Lebens, der völkerrechtlich verbotene Einsatz schweren Waffen gegen Wohngebiete, keinerlei Rücksichtnahme auf die russisch sprechend und denkenden Menschen, alles dies sind offensichtlich nicht die aktuellen Hauptinteressen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.
Seit geschlagenen drei Monaten kämpft die ukrainische Armee gegen die pro-russischen
Aktivisten in der Ostukraine - ohne sichtbaren Erfolg. Nun sollen neue und vor allem scheinbar rücksichtslose Befehlshaber den Durchbruch bringen, ob dies gelingt ist sehr fraglich. Sollte hingegen Poroschenko das Kriegsrecht in der Ostukraine ausrufen, spätestens dann wird es Zeit das russische MC Friedenstruppen mit aller Härte die ukrainische Armee daran erinnern, dass der Schutz des zivilen Lebens, das wichtigste ist, was die internationale Staatengemeinschaft zu verteidigen hat.
Das Poroschenko hierbei mit Waleri Geletej (46) seinen eigenen "Sicherheitschef" zum ukrainischen Verteidigungsminister macht, spricht hierbei in vielerlei Hinsicht ebenso Bände wie dessen absurde Aussage: "Ich werde alles auch für eine ukrainische Krim tun und bin überzeugt, dass wir siegen werden." Hierbei muss Geletej jedoch zugerechnet werden, dass dieser offenbar bisher nur für die persönliche Sicherheit des Schokoladenkönigs Poroschenko zuständig war und ihm daher offenbar die militärische Schlagkraft der russischen Armee, welche im Falle eines Krim-Angriffes durch die ukrainische Armee, diese in kürzester Zeit vernichten würde, unbekannt ist. Sollte es also wie Geletej tönt zu einem solchen Angriff auf die Krim kommen, wäre dies sicher das Ende des ukrainischen Staates in seiner heutigen Form...
Die Zeit indes spielt ohne jeden Zweifel gegen Poroschenko, denn der Winter kann hart werden und die ukrainischen Gasreserven werden sich bereits im Herbst diesen Jahren bedrohlich dem Ende neigen.
Ob die Europäische Union (EU) angesichts von der dem sich aktuell katastrophal entwickelnden Immobilienblasen (Großbritannien, Deutschland, Spanien, Italien) dieses "Winterabenteuer Ukraine" wird mit Freude leisten wollen, nun dies ist zumindest fraglich. Fest steht bereits heute, mit einem harten Winter wird es ohne Hilfsgelder in Milliardenhöhe aus der EU, sehr kalt in ukrainischen Wohnzimmern. Und so steht bereits heute im Sommer 2014 fest, dass jeder Tag in Richtung der kalten Jahreszeit - ein Tag ist - an welchem Poroschenko als Präsident mit der Ukraine auf den unausweichlich finanziellen Totalzusammenbruch hinsteuert, was sich mit
"South-Stream" noch verschlimmern dürfte.
Bereits jetzt demonstrieren fast täglich die Menschen in der Ukraine, weil sie Ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen können. Nach einer weiteren Runde in Form von Preiserhöhungen für Wasser, Gas, Energie und kommunale Dienstleistungen, gibt der Durchschnittsukrainer aktuell in etwa 30% seines Monatsgehalts für diese Nebenkosten aus. Da ist es nur eine Frage der Zeit bis auch die letzten Maidankämpfer ihren Irrweg in Richtung Europa an den kalten Händen spüren.
Nach Meinung von BERLINER TAGESZEITUNG wäre es für die USA und EU vor diesem Hintergrund besser - nicht jeden sachlich politischen Dialog mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin - dem bedenklich ideologischen Irrweg von Obama, Hollande, Cameron und Merkel - auf dem westlichen Opferaltar darzubringen und den jüngsten Dialog politischer Gespräche für einen langfristigen Waffenstillstand mit Taten der ukrainischen Regierung zu "beleben."  
(P.Hansen---BTZ)